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Jan 26

„Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein“

Die von Medizinern präsentierten Ergebnisse einer Befragung zum Thema Cannabis als Medizin zeigen eine hohe Zustimmung der Bevölkerung zu dieser Behandlungsmöglichkeit. Cannabismedizin wird erfolgreich in der Schmerztherapie, bei der Linderung von Nebenwirkungen von Chemotherapie und bei der Behandlung von einer Reihe von Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, eingesetzt.

„Wir Grünen setzen uns bereits seit einigen Jahren für Verbesserungen im Bereich Cannabismedizin ein. Derzeit sind nur teure Medikamente auf Cannabisbasis erhältlich, deren Kosten nur in ca. 30 Prozent der Fälle von den Krankenkassen übernommen werden. Wir fordern daher den Entfall der Chefarztpflicht für diese wirkungsvollen Medikamente. Cannabismedizin muss leistbar für die PatientInnen sein, die sie benötigen“, meint die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Die Grünen setzen sich auch dafür ein, dass Cannabisblüten wie in Deutschland nach ärztlicher Verschreibung in Apotheken bezogen werden können.

Nach dieser neuen deutschen Regelung hat das Gesundheitsministerium angekündigt, noch im Frühjahr 2017 eine ExpertInnengruppe rund um das Thema Cannabis auf Rezept einzurichten. Da nichts mehr dazu gemeldet wurde, haben die Grünen am 22.9.2017 eine parlamentarische Anfrage eingebracht, um Näheres über die ExpertInnengruppe (Mitglieder, Themen, Ergebnisse) zu erfahren.

Eine weitere wichtige Forderung ist die Fort- und Weiterbildung für ÄrztInnen über den Einsatz von Cannabis in der Medizin.

„Es muss in Österreich endlich ein Umdenken in Richtung Enttabuisierung der alten Heilpflanze Hanf stattfinden. Der Anbau von sogenanntem Medizinalhanf muss in staatlicher Kontrolle und mit verpflichtender Qualitätskontrolle stattfinden“, meint Mückstein.

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