«

»

Mai 27

Website Weiterleitung 301/302 htaccess

Wenn die URL einer Webseite geändert wird, ist es wichtig, dass von der alten auf die neue Adresse eine Weiterleitung eingerichtet wird. Andernfalls zeigen verweisende Links und Lesezeichen in Leere, und Sie verlieren sowohl Besucher als auch Ranking.

Bei umfangreichen URL-Änderungen (Relaunch der Website oder Umzug auf eine neue Domain) ist eine Weiterleitung unerlässlich. Dagegen kann bei der Umbenennung von einigen unwichtigen oder noch nicht im Web bekannten Seiten auch auf die Weiterleitung verzichtet werden.

Binäre Optionen traden

Die suchmaschinen-technisch gesehen beste Weiterleitung ist ein „Redirect Permanent“ (301), d.h. eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung. Wenig empfehlenswert sind dagegen eine temporäre Weiterleitung per 302, sowie clientseitige Weiterleitungen per Javascript oder Meta-Refresh.

Eine permanente Weiterleitung per 301 überträgt Pagerank! Dagegen wird bei der temporären Weiterleitung per 302 kein Pagerank übertragen.

Durch eine permanente Weiterleitung per 301 wird der Ankertext (=Linktext) der Zielseite zugeordnet und wirkt sich somit positiv auf das Ranking für diesen Suchbegriff aus.

Dagegen wird durch eine temporäre Weiterleitung per 302 der Ankertext unverändert der alten Adresse zugeordnet – und sich deshalb das Ranking der neuen Seite dadurch nicht verbessern.

 

Nachtrag:

Inzwischen scheint Google die meisten 302er wie 301er zu behandeln. Bezüglich der Übertragung von Pagerank und Ankertext liegen mir allerdings keine Informationen vor. „Google-Guy“ Matt Cutts schreibt dazu:

„The vast majority of the time that a search engine receives an off-domain 302 redirect, the right thing to do is to crawl/index/return the destination page. […] Google is moving to a set of heuristics that return the destination page more than 99% of the time. Why not 100% of the time? Most search engine reserve the right to make exceptions when we think the source page will be better for users, even though we’ll only do that rarely.“

Wenn Sie eine URL per 301 weiterleiten möchten, muss die entsprechende Weiterleitungs-Anweisung in eine Text-Datei namens .htaccess geschrieben, und diese in das Root-Verzeichnis Ihrer Domain hochgeladen werden.

 

Über reguläre Ausdrücke bietet diese Art der Weiterleitung umfangreiche und komfortable Möglichkeiten – die allerdings etwas Einarbeitung in die Materie erfordern. Die beiden einfachsten Fälle sind nachfolgend beschrieben:

 

Für die Weiterleitung einer einzelnen Seite:

RedirectPermanent /alte-seite.html http://www.ihredomain.de/neue-seite.html

 

Für die Weiterleitung einer ganzen Domain (ohne Änderungen einzelner Seitennamen):

RedirectPermanent / http://www.neuedomain.de

 

(Die alte Adresse muss als absoluter Pfad angegeben werden, die Ziel-Adresse als kompletter URI, also inklusive Domainname.)

 

Hinweis: Alternativ kann die Weiterleitung auch mit PHP realisiert werden.

Eine Weiterleitung aller Unterseiten von http://domain.de nach http://www.domain.de (oder umgekehrt) kann folgendermaßen eingerichtet werden:

Falls die Benutzeroberfläche Ihres Webhosters die getrennte Konfiguration der beiden Schreibweisen (wobei es sich genau genommen um Subdomains handelt) zulässt:

 

Legen Sie im Root Ihres Webspaces ein neues Unterverzeichnis mit einem beliebigen Namen an und legen dort eine .htaccess-Datei mit folgendem Inhalt ab:

RedirectPermanent / http://www.domain.de

 

Nun müssen Sie noch in der Benutzeroberfläche Ihres Webhosters als Zielverzeichnis der weiterzuleitenden Domain dieses neu angelegte Verzeichnis eintragen. Nach wenigen Minuten sollte die Weiterleitung funktionieren.

 

Falls die getrennte Konfiguration in den Domain-Einstellungen nicht möglich ist und/oder Sie über Modrewrite verfügen, kommt folgende Alternative in Betracht:

 

Legen Sie im Hauptverzeichnis Ihrer Domain folgende .htaccess-Datei ab:

RewriteEngine On

Options +SymLinksIfOwnerMatch

RewriteCond %{HTTP_HOST} ^domain.de

RewriteRule (.*) http://www.domain.de/$1 [R=301,L]

 

Statt domain.de müssen Sie natürlich den Namen Ihrer Domain eintragen.

 

Bei manchen Webhostern funktioniert keine der beiden Möglichkeiten. Dann verbleibt Ihnen noch die Möglichkeit, sich bei den Google Webmaster-Tools anzumelden und die bevorzugte Schreibweise Ihrer Domain dort zu hinterlegen. So können Sie wenigstens beeinflussen, wie Ihre Domain in den Google-Suchergebnissen angezeigt wird.

„Cool URLs don’t change“! Überlegen Sie sich genau, ob der Wechsel zu einer neuen Domain oder die Umbenennung einer Seite wirklich notwendig ist – insbesondere, wenn sie bereits von außen verlinkt ist.